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Imkerei

 

Im Jahr 2002 gründeten wir mit einem ersten Bienenvolk unsere kleine Imkerei.

Zwischenzeitlich hatten wir stolze 30 Völker. Derzeit bewirtschaften wir um die zehn Völker, die neben ihrer Hauptaufgabe - dem Bestäuben unserer Obstgehölze -  einen hervorragenden Honig produzieren, der bei unseren Kunden im Dorf und auf den Märkten sehr beliebt ist.

 

 

 

 

 

 

Sortenhonige - Mischhonige, wo ist der Unterschied?

 

Blühende Ahornbäume

 

Entsteht ein Honig überwiegend aus einer Tracht, so spricht man von einem Sortenhonig. Das ist zum Beispiel beim Raps, der Robinie und der Linde der Fall.

 

Die Blüten dieser Pflanzen produzieren so viel Nektar, dass die Bienen während dieser Zeit keine weiteren Pflanzen anfliegen.


Mischhonige dagegen entstehen, wenn die Bienen die unterschiedlichsten Blüten anfliegen.

 

 

 
 

 

 

Verschiedene Honigsorten:


Frühjahrsblüte:
Die erste Tracht, welche von unseren Bienen gleich im Frühjahr eingetragen wird, ist ein Mischhonig. Er setzt sich vorwiegend aus der Obst- und Löwenzahnblüte zusammen. Dank unserer über 100 Jahre alten Ahornbäume ist auch immer ein Anteil der Ahornblüte enthalten. Der Frühjahrsblütenhonig ist recht hell und relativ mild. Er kristallisiert ziemlich rasch und wird dabei schön grobkörnig.


Robinie:
Im Anschluss an die Obstblüte folgt die Robinienblüte. Ein sehr klarer, lange flüssig bleibender Honig, der ausgesprochen mild ist und von den genannten Honigen den geringsten Eigengeschmack aufweist. Robinienhonig ist daher sehr gut für Salatdressings oder zum Süßen von Tee geeignet.


Sommerblüte:
Im Sommer, wenn alles bunt durcheinander blüht, haben die Bienen eine große Auswahl. Daher sammeln sie zu dieser Zeit Nektar von den verschiedensten Blüten. Oftmals ist auch noch ein Teil Robinie oder aber, bei späterer Honigschleuderung, ein Teil Linde enthalten. Daher schmeckt der Sommerblütenhonig auch immer ein wenig unterschiedlich. Eher mild, wenn der Robinienanteil überwiegt, eher aromatisch, wenn die Linde den größeren Anteil ausmacht.


Linde:
Eine weitere Tracht, und gleichzeitig zumeist auch die letzte, stellt die Linde dar. Dieser Honig ist relativ dunkel, hat oftmals einen leichten grünen Schimmer und schmeckt und riecht unverwechselbar aromatisch. Er kristallisiert dunkelgelb und recht grobkörnig aus.


Waldhonig:
Der sehr seltene Waldhonig wird von den Bienen an den Fichten rund um Dannenwalde geerntet. Er hat eine malzig-würzige Note und ist von der Farbe her sehr dunkel. Es gibt ihn nur, wenn die Witterungsbedingungen im Juli stimmen. Daher kann er nicht jedes Jahr geerntet
werden.

 


Die Bienenvölker auf ihrem Standplatz am Hof unter blühenden Robinien

 

 

Da unsere Völker hier auf dem Hof mitten im Dorf stehen, haben wir keinen Rapshonig. In manchen Jahren aber, wenn an unserem Dorfrand Felder mit Raps bestellt wurden, enthält unsere Frühtracht einen Teil Rapshonig.


Echter Honig ist immer ein Naturprodukt. Es dürfen ihm per Gesetz keine Stoffe entzogen oder zugeführt werden. Beim Honig vom Imker ihres Vertrauens können Sie sicher sein, dass es so ist. Zucker wird nur benötigt um den Bienen als Winterfutter zu dienen.


Honig wird fest - das heißt, er kristallisiert. Fast jeder Honig wird irgendwann fest, es dauert nur - je nach Sorte - unterschiedlich lange. Wie schnell Honig kristallisiert hängt von seiner Zusammensetzung ab. Honige mit einem größeren Anteil an Fructose (Fruchtzucker) bleiben lange flüssig wie zum Beispiel bei der Robinie. Überwiegt jedoch der Anteil an Glucose (Traubenzucker), kommt es früher zur Kristallisation des Honigs. Das ist zum Beispiel beim Rapshonig der Fall.


Durch das Auskristallisieren wird jedoch die Qualität des Honigs in keinster Weise beeinträchtigt. Sie können festen Honig verflüssigen, indem Sie ihn über längere Zeit - z.B. über Nacht - in 40 Grad warmes Wasser stellen. Wärmere Temperaturen oder die Mikrowelle schädigen jedoch die Inhaltsstoffe.


In Gläser abgefüllter Honig zeigt manchmal an der Glaswand weiß verfärbte Bereiche. Man spricht in diesem Falle vom „Ausblühen“ des Honigs. Beim Auskristallisieren zieht sich der Honig leicht vom Rand zurück. Im dabei entstehenden Hohlraum bilden sich „Blüten“.
Blütenbildung tritt nur bei sehr wasserarmen Honigen auf und stellt somit ein Qualitätsmerkmal dar. Trotzdem sind immer wieder Honigkäufer verunsichert, da sie meinen, es handele sich bei den „Blüten“ um beigemischten, auskristallisierten Rohrzucker, der den Bienen unerlaubterweise zugefüttert wurde. Verantwortungsvolle, echte Imker füttern ihren Bienen aber niemals Zucker zu, um eine größere Ausbeute an Honig zu erzielen.